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1. Abteilung. Abhandlungen.
nur die Gedanken über Familienverband und Schule, die Dörpfeld in mehreren
Büchern niedergelegt und die Rektor Meis auf dem letzten Kongreß in Kürze
wieder vorgeführt hat, Gedanken, die inzwischen auch in Ihren einzelnen Kreisen
erwogen sind, mit neuen Anregungen weiter tragen, auch allerlei wichtige Neben
fragen zur Überlegung verstellen, damit dann in den bevorstehenden Winter
monden eine eindringende, ruhige Fortarbeit geleistet werde und von dem Werke,
das wir ernst bereitet, zuletzt ein voller, reicher Klang hinaustöne.
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Es wird Ihnen von Interesse sein zu hören, daß gleichzeitig mit den von
Ihnen beschlossenen Angriffsarbeiten zwei andere Kolonnen, jede selbständig von
den andern, im Vorgehen begriffen sind für die von unserm Dörpfeld lange
Zeit einsam verteidigten Familienrechte.
Der Allgemeine Deutsche Privatschulvorsteherverein hat für seine gerade jetzt
erscheinende neue Monatsschrift („Die Deutsche Privatschule") an die Spitze des
Programms den Entschluß gestellt, das Recht der Familie an der Mitverwaltung
der Schule gegenüber der wachsenden Reglementierung und Centralisierung „stand
haft und treu" zu vertreten. Das ist nicht etwa ein künstlich herbeigesuchtes Stück
des Programms; hatten doch bereits zwei Privatschulmänner, Barth-Leipzig und
Trüper-Jena, die Dörpfeldschen Gedanken litterarisch weitergesponnen: jener indem
er in seiner Schrift „Die Reform der Gesellschaft durch Neubelebung des Ge
meindewesens" allgemeinere Richtlinien suchte, Trüper dagegen niit dem Buche
„Die Familienrechte an der öffentlichen Erziehung", welches über die Stellung
der politischen Parteien und die Geschichte des Familienprincips bestens orientiert.
Zweitens ist gegen Ende vorigen Jahres in Hamburg der Kampf eröffnet
für das Selbstverwaltungsprincip des trefflichen Unterrichtsgesetzes von 1870,
das heute rechtlich noch Geltung hat, aber thatsächlich ganz und gar verkümmert
ist; ein Kampf, den die bald darauf erfolgte Vorlage eines neuen, durchaus
bureaukratischen Gesetzentwurfs nur aktueller gemacht hat. Den Anfang bildeten
kurze Aufsätze von mir, vereinigt in der kleinen Schrift „Schule, Familie, Freiheit",
und neuerdings haben wir es für zeitgemäß befunden, in einem Heftchen „Maß
gebliches zur Schulverfassung", das in Partien nur 10 Pfennige kostet, einschlägige
Gedanken hervorragender Pädagogen und Politiker zusammenzustellen; es sei für
den Hausgebrauch aller Interessierten bestens empfohlen. An Ihnen nun wird
es liegen, die hier anwesenden Freunde aus Hamburg durch freudige Zustimmung
zu stärken, zumal diejenigen, welche der praktischen Betreibung der gemeinsamen
Wünsche noch zaghaft und unentschlossen gegenüberstehen. Wirklich ist ein ganzer
Wust von Schwierigkeiten künstlich zusammengefahren, unter denen manches Stück
unsers Princips schier undurchführbar scheinen könnte; sonst aber haben wir
Hamburger so gut Anlaß zu freudigem Mut wie zur Verzagtheit. Zur Ver
zagtheit, selbst wenn wir nicht das Urteil von Lietz unterschreiben, daß die groß-