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Evangelisches Schulblatt - 44.1900 (44)

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Bibliographic data

fullscreen: Evangelisches Schulblatt - 44.1900 (44)

Periodical

Persistent identifier:
1003016723
Title:
Evangelisches Schulblatt
Document type:
Periodical
Place of publication:
Gütersloh
Language:
German
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2556282-4
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical volume

Persistent identifier:
1003016723_44
Title:
Evangelisches Schulblatt - 44.1900
Document type:
Periodical volume
Publisher:
Bertelsmann
Publication year:
1900
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Periodical issue

Title:
[Heft 2]
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Access restriction:
OPENACCESS

Article

Title:
Beiträge zur Bibelkunde
Subtitle:
insbesondere zur Beantwortung der Fragen: Wann wurden unsere Evangelien verfaßt? und Wie ist der neutestamentliche Kanon zustande gekommen?
Author:
Diehl, Peter
Person in original:
von Lehrer emer. Peter Diehl in Frankfurt a. M.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Collection:
Religionspädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
1003016723-44-1373455770740-10
Access restriction:
OPENACCESS

Contents

Table of contents

  • Evangelisches Schulblatt
  • Evangelisches Schulblatt - 44.1900 (44)
  • Title page
  • [Heft 1] (1)
  • [Heft 2] (2)
  • Beiträge zur Bibelkunde
  • Künstlerische Erziehung, Jugendlektüre und Volksschule
  • Zimmermanns neue Gesangmethode
  • Die Oberhausener Weihnachtskonfrenz evangelischer Lehrer und Schulfreunde
  • Die XXX. Hauptversammlung des Vereins für Herbaritsche Pädagogik in Rheinland-Westfalen
  • "Studien und Versuche über die Erlernung der Orthographie"
  • Ausblicke
  • Litterarischer Wegweiser
  • [Heft 3] (3)
  • [Heft 4] (4)
  • [Heft 5] (5)
  • [Heft 6/7] (6/7)
  • [Heft 8] (8)
  • [Heft 9] (9)
  • [Heft 10] (10)
  • [Heft 10] (10)
  • [Heft 12] (12)

Full text

72 
II. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens rc. 
Jahrhunderts seinen Abschluß fand. Wenn nun oben auch nachgewiesen ist, 
daß im zweien Jahrhundert die vier Evangelien viel bekannt waren und citiert 
wurden, so ist damit noch nicht gesagt und kann nicht gesagt werden, daß alle 
Christengemeinden alle vier Evangelien gehabt und zum gottesdienstlichen Ge 
brauch benutzt hätten. Wohl wird in der einen Gemeinde Matthäus, in der 
andern Markus, in der dritten Lukas im Gottesdienst gelesen worden sein, in 
manchen Gemeinden wohl auch zwei Evangelien. Hierüber ist so viel wie nichts 
bekannt. (Schluß folgt.) 
II. Abteilung. Zur Geschichte des Schulwesens, Biogra 
phien, Korrespondenzen, Lehrproben, Erfahrungen aus 
dem Schul- und Lehrerleben. 
Künstlerische Erziehung, Iugendlektüre und Volksschule. 
Selten ist eine pädagogische Verhandlung mit solchem Interesse geführt 
worden wie die der letzten Herbartversammlung in Barmen, wo Herr Lehm 
haus Referat über Kunst bet rachtungen und Kunstgenuß in der Volks 
schule zur Debatte stand. (Vergleiche auch den weiter unten folgenden Bericht 
über die Versammlung.) Schon die erste Darlegung dieses in unseren Kreisen 
neuen Gedankens, die derselbe Verfasser in dieser Zeitschrift 1899 S. 27 ff. 
geboten hatte, war auf fruchtbaren Boden gefallen. Um so mehr freute die 
Lehrerschaft sich der mündlichen Aussprache über den so verheißungsvollen Vorschlag, 
zur künstlerischen Erziehung unseres Volkes wesentlich und bewußt methodisch 
beizutragen. 
In der That erscheint es ein so hohes, ideales Unternehmen, dem schwer 
arbeitenden Volke eine noch unbekannte Quelle reiner Freude und edeln Genusses 
aufzugraben, daß die Begeisterung, mit der sich die Quellensucher darüber her 
machen, bei jedem Volksfreunde nur Mitfreude erregen kann. Er versteht es 
denn auch gut, wie leicht solche Begeisterung Wert und Wirkung des neuen 
Bildungsmittels überschätzt und ihre Bedeutung einseitig übertreibt. Nur mit 
Einseitigkeit kann sich ja überhaupt etwas Neues allein durchsetzen. Aber es ist 
gut, wenn man von vornherein auf solche übertreibenden Einseitigkeiten achtet. 
So hielt man in der Diskussion dem Referenten mit Recht vor, daß er die 
moralische Wirkung der ästhetischen Erziehung überschätzt habe, wenn er, mit dem 
Schillerschen Begriff vom Ästhetischen operierend, meint, der einzelne würde durch 
seine verfeinerte Geschmacksbildung unmittelbar von schlechten Thaten zurückgehalten. 
Die Argumente dieses Teils seiner Arbeit und die dazu herangezogenen Beispiele 
erscheinen nicht durchschlagend. Man muß dem gegenüber daran festhalten, daß 
Ästhetik und Ethik scharf zu unterscheiden sind, weil sie mit verschiedenen Seelen 
gebieten zu thun haben, jene mit dem Gefühl, diese mit dem Willen; jene lehrt 
schön genießen, diese gut handeln. Der „reizbare Schönheitssinn" kann 
wohl auch den sittlichen Geschmack verfeinern; vielleicht noch größer als dieser 
Vorzug ist aber die Gefahr, daß er das sittliche Wollen schwächt, daß das 
Pflichtbewußtsein hinter einem überwiegenden Schönheitsverlangen verblaßt. Man
	        

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